Drachenbootsport
Tauziehen auf dem Wasser beim Drachenboot-Indoor-Cup
29.11.2016 | 17:07 Uhr

Für hohen Wellengang im Becken des Hallenbades Süd sorgten am Samstag die 20 zehnköpfigen Mannschaften, die alles für den Sieg gaben.Foto: Alexandra Roth
Mülheim.  Die DJK Ruhrwacht veranstaltet im Mülheimer Hallenbad Süd zum vierten Mal den Indoor-Cup. Die Rennen dauern oft nicht länger als zehn Sekunden.

Scheinbar ruhig liegen zwei Drachenboote nebeneinander auf dem Wasser. Als eine Sirene ertönt, hämmern jeweils zehn Sportler ihre Paddel in kurzen Abständen ins Wasser, um sich schneller fortzubewegen als der Gegner. Keine zehn Sekunden später ist das Rennen vorbei. Zum vierten Mal veranstaltete die DJK Ruhrwacht im Hallenbad Süd den Drachenboot-Indoor-Cup.

Neben den üblichen Drachenbootrennen unter freiem Himmel sind solche Hallenveranstaltungen seit einigen Jahren im Kommen. Der Mülheimer Indoor-Cup gehört mittlerweile sogar zu einer dreiteiligen Trophy, zu der außerdem Veranstaltungen in Duisburg und Borken gehören. Im nächsten Jahr kommt eventuell auch noch ein Wettbewerb in Minden hinzu.

Wenngleich viele bekannte Gesichter vom jährlichen Drachenbootfestival auf der Ruhr auch im Südbad mit dabei sind, haben die beiden Veranstaltungen wenig gemein. Beim Indoor-Cup sind die beiden Boote über eine Seilkonstruktion miteinander verbunden. Im Tauzieh-Prinzip versucht ein zehnköpfiges Team, zu dem mindestens vier Frauen gehören müssen, das gegnerische Boot zu ziehen.

Wer nach 45 Sekunden vorne liegt, hat gewonnen.
Wer nach 45 Sekunden vorne liegt, hat gewonnen. Schafft es eine Mannschaft, den Gegner einen Meter weit zu ziehen, gilt das als K.o. und die Mannschaft erhält drei Punkte anstatt eines Zählers. Oft dauern die Rennen nur zehn bis zwölf Sekunden, bis ein Team den vorzeitigen Erfolg geschafft hat. „Wir hatten aber auch schon einen 4,5-Sekunden-Sieg“, erzählt Organisator Jürgen Teschke.

Insgesamt 20 Mannschaften waren in diesem Jahr dabei. 24 wären laut Teschke das Maximum. Am Mittwoch vor dem Event wurden die vier Fünfergruppen öffentlich ausgelost. „So hat jeder eine Chance und die Stärksten kommen nicht automatisch weiter“, erklärt der Organisator.

Die meisten Athleten setzen auf Holzpaddel
Nach der Gruppenphase geht es ab dem Achtelfinale im K.o.-Modus weiter. Um den richtigen Druck auszuüben, setzen die meisten Athleten unter dem Hallendach auf Holzpaddel. „Die sind einfach stabiler“, sagt Teschke.

Gefreut haben sich die Organisatoren vor allem darüber, dass neben vielen bekannten Mannschaften auch zwei Jugendteams mit dabei waren. Neben einer Juniorenauswahl aus Borken stellte auch die Luisenschule ein eigenes Boot.

Am Ende lagen aber doch die beiden großen Favoriten ganz vorne. Das Team Roter Drache Mülheim sicherte sich mit insgesamt 22 erpaddelten Punkten den Gewinn des Wanderpokals vor der Mannschaft des Ruhrpootbootes mit 21 Zählern.

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